Eine Beziehung mit einem Gott?

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Psalm 62,2 Bibelvers

Gott,du mein Gott,
dich suche ich,
meine Seele dürstet nach dir.
Nach dir schmachtet mein Leib
wie dürres, lechzendes Land
ohne Wasser.
Psalm 63,1-2

Alte Worte gehen manchmal tief in die Seele. Diese hier sind mehrere tausend Jahre alt. Das man so etwas zu einem Gott sagen darf? Ist das nicht viel zu unheilig?  In diesen Worten steckt Beziehung! Tiefe, innige Beziehung zwischen Mensch und Gott.

In diesen Worten entdeckst du einen der bedeutendsten Wesenszüge Gottes: Gott ist uns ein Gegenüber. Er ist ein Gott der Beziehung. Er wünscht sich nichts sehnlicher, als mit uns in einer persönlichen Beziehung zu leben. Dafür hat er uns Menschen gemacht und erdacht.

Beziehung von Anfang an.

Schon im ersten Kapitel der Bibel, also von Anfang an geht es darum, dass Gott sich mit den Menschen unterhält. Danach hört es aber nicht auf. Gott begegnen immer wieder Menschen. Die ganze Heilige Schrift ist von diesen Begegnungen durchzogen, seien es die Worte an Noah, an Josua oder an einen der anderen großen Glaubenshelden.

Gott begegnet den Menschen aber nicht nur durch wichtige Männer der Geschichte. Er begegnet uns auch persönlich in Jesus Christus. Damit lässt er es aber noch nicht genug sein. Nach Jesus sendet er uns seinen Heiligen Geist, um dauerhaft mit jedem und jeder von uns verbunden zu sein, um in uns zu wohnen, unseren Alltag mit uns zu gestalten.

Es geht um dein Leben hier, jetzt und heute!

Warum ist all dies wichtig? Es ist wichtig, weil es Gott um mehr geht, als „nur“ einen Weg in den Himmel zu öffnen. Es geht ihm um unser Leben hier, jetzt und heute. Jesus hat am Kreuz nicht nur einen Zugang in die Ewigkeit geschaffen. Er hat uns persönliche Beziehung mit Gott möglich gemacht, eine Beziehung, die unseren Alltag prägt und über alle Maßen bereichert.

Eine solche Beziehung sieht nun für jeden Christen sehr individuell aus. Wir haben unterschiedliche Persönlichkeiten, unterschiedliche Zugänge, um mit Gott in Kontakt zu kommen und unterschiedliche Tagesabläufe.

Trotzdem gibt es gute Möglichkeiten, die den unterschiedlichsten Christen auf unserer Erde immer wieder helfen, die Beziehung mit Gott zu gestalten:

Gebet ist Ausdruck der Beziehung zwischen Mensch und Gott.

Im Gebet haben wir das Vorrecht mit Gott persönlich zu sprechen. Hier dürfen wir ihm unsere Wünsche und unsere Anliegen nennen, ihm aber auch von unseren positiven und negativen Erfahrungen berichten. Im Gebet sprechen wir mit Gott – und geben Gott eine Möglichkeit, mit uns zu sprechen.

Die Bibel mal uns Gott vor Augen.

In der Bibel lesen wir von Gott. Hier finden wir Ermutigung und Hilfe in schwierigen Zeiten. Wir lesen von Menschen, die ihren Lebensweg mit Gott gemeinsam gegangen sind und finden Vorbilder für unser Leben. Wir entdecken, wie Gott sich das Leben vorstellt, worum es ihm eigentlich geht.


Die Bibel ist kein Regelwerk, sondern ein Lebensbuch!

Gemeinschaft mit Christen hilft.

In der Gemeinschaft einer Gemeinde treffen wir andere Christen und tauschen uns mit ihnen aus. Wir singen nicht nur gemeinsam Lieder und beten was das Zeug hält. Wir begegnen auch Gott ganz persönlich. So gehen wir unseren Weg gemeinsam mit Ihm. Nicht zuletzt dadurch lassen wir unser Leben durch den Geist Gottes bestimmen. So wachsen wir in der Beziehung mit Gott und werden von ihm begleitet und gestaltet.

Es lohnt sich, immer wieder Momente zu finden, um die Beziehung mit Gott zu leben. Ich persönlich entdecke immer deutlicher Gottes Gedanken für mein Leben. Er nannte dies einmal “die Fülle des Lebens”, welches Er für mich bereithält. In diesen Begegnungen bemerke ich auch immer mehr, wie wenig ich ohne die Gegenwart Gottes bin und kann, wie sehr ich auf ihn, meinen Schöpfer und König, meinen Vater und Freund angewiesen bin.

Immer wieder will ich mich in seine Nähe begeben, denn bei ihm finde ich das, was ich brauche. Vielleicht probierst du es einfach einmal aus? Ein kleines Gebet reicht schon, um dir eine neue Lebensrealität zu zeigen.

Beziehung Gott Mensch


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