Gestalte dein Jahr bewusst!

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Du selbst hast in der Hand, was du dieses Jahr erlebst. Das neue Jahr ist mittlerweile zwei Wochen alt. 50 Wochen liegen also noch vor uns. Du kannst dich nun selbstverständlich treiben lassen. Schauen, was auf dich zukommt und in jede einzelne Woche hinein leben… Du kannst aber auch viele Dinge selbst in die Hand nehmen, eigene Ziele formulieren. Viele Bereiche unseres Lebens können wir ziemlich frei gestalten.

Damit das aber gelingt, ist eine Gewisse Weitsicht von Nöten. Nur wenn man für einige Zeit in die Zukunft blickt, kann man sich das ganze Jahr über angenehm gestalten.

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Jahresplanung Ausblick Ziele

Warum das Ganze?

Bevor ich auf drei konkrete Bereiche zu sprechen komme, möchte ich dir kurz eine Geschichte erzählen.

2018 habe ich eine Predigt auf dem Bundesjugendtreffen unserer Gemeinden gehalten. über 4000 Menschen waren erwartet. Mir war wichtig, hier genug Zeit zur Verfügung zu haben, um die Predigt ordentlich vorbereiten zu können. Wenn ich eine Predigt vorbereite,1 brauche ich aber mehrere Tage hintereinander. Anders geht es nicht.

Nun war genau dies aber sehr spannend. Vor dem Treffen war ich immer mal unterwegs oder hatte Urlaub oder war mit unterschiedlichen Gemeindeterminen ziemlich voll gestopft. Tatsächlich musste ich ganz wesentliche Teile der Predigt schon 8-12 Wochen vor der eigentlichen Veranstaltung vorbereiten. Hätte ich das nicht getan, wäre ich ziemlich ins Schlingern gekommen… Dafür war aber eine gute Jahresplanung bzw. ein Guter Ausblick auf das kommende Jahr von Nöten.

Mit den Jahren hat sich bei mir eine immer gleiche Reihenfolge etabliert. Nachdem ich auf das vergangene Jahr zurück geschaut habe, blicke ich auf das, was vor mir liegt.

1. Ziele

Als erstes blicke ich auf meine Ziele. Diese können aus unterschiedlichen Richtungen kommen.

  • geistliche Ziele
  • persönliche Ziele
  • berufliche Ziele
  • Ziele aus meinem Lebensentwurf, meinem Mehrjahresplan
  • Ziele aus meinen drei Wörtern

Meist beginne ich mit meinen drei Wörtern. Sie umfassen in der Regel schon viel von meinen geistlichen, persönlichen und beruflichen Zielen. Da ich immer mal wieder im Jahr über diese drei Wörter nachdenke, sind sie tatsächlich wohl überlegt und tief aus meinen innersten Überzeugungen.

Zu jedem der drei Wörter schreibe ich, was ich gemeint habe. „Was konkret war mir im Kopf, als ich an sie dachte?“

Dann gehe ich meine verschiedenen Notizen (alles in einer Kladde2) zu meinen Träumen und Zielen durch. Es gibt soo viele Schöne Dinge im Leben. In meinen Notizen stehen soo viele Ziele. Ich möchte soo viel erreichen. Meist möchte ich viel mehr schaffen und machen, als überhaupt möglich ist. Die ganz großen Träume sind auch wahrscheinlich etwas übertrieben. Ich finde es aber wichtig, große Ziele zu haben.

Ziele verleihen Antrieb, der vom Sofa runter hilft…3

Wenn ich mir über meine Ziele im kommenden Jahr im Klaren bin, muss es aber weitergehen. Die Ziele müssen in Strategien münden, die wiederum etwas in Bewegung setzen. Das ist etwas, was dann immer wieder über das Jahr geschieht.

2. Große Dinge

Nach meinen Zielen, darunter oft auch Idealvorstellungen, erdet sich mein Blick nochmal in der Realität. Ich achte auf die großen Dinge. Was soll mir wichtig sein? Was muss ich schaffen? In der Regel ist die Jahresplanung kalendertechnisch im Januar abgeschlossen. Da kommt nur noch wenig. Es kommt vor allem meist nichts Großes mehr. Naja, außer den unerwarteten Dingen halt. Die muss man aber ein gewisses Stück weit auch einkalkulieren… Als Pastor sollte man immer auch mit Schicksalsschlägen rechnen.

Über die Jahre habe ich eines gelernt: Eine große Sache pro Monat geht. Theoretisch gehen auch zwei große Dinge, wenn vorher und hinterher etwas Luft ist. Man könnte am Ende auch sagen: Zwölf große Dinge pro Jahr sind realistisch möglich.

Was meine ich mit großen Dingen? Das oben erwähnte Buju war ein so großes Ding. Eine Veranstaltung, die über mehrere Monate hin geplant und überaus kraft- oder zeitintensiv ist. Freizeiten sind große Dinge. Unser Jubiläum, weil die Gemeinde 125 Jahre alt wird, ist dieses Jahr eine große Sache.

Solche große Dinge schreibe ich also auf. Was erwartet mich? Was prägt das Jahr? Wann sind noch Erholungszeiten nötig?4

Wenn diese großen Dinge feststehen, kann ich an die übrige Zeit gehen. ich weiß ja grob, was mich erwarten wird. Ich weiß auch grob, wieviel Zeit dies in Anspruch nimmt. Meine restliche Zeit kann ich dann verteilen und frei gestalten. Dafür notiere ich mir herausgehobene Bereiche:

3. Herausgehobene Bereiche

Dies sind die vier bis sechs Aspekte des kommenden Jahres, die in der verbleibenden Zeit eine große Rolle spielen sollen. Mache dir mal den Spaß und schreibe alle Zeiten zusammen, die du im kommenden Jahr schon “verplant” bist. Freizeiten, Fortbildungen, Urlaube, etc.. Da kommt eine ganze Menge zusammen. Dann überlege mal, was an wirklich frei gestaltbarer Zeit übrig ist. Wie willst du sie füllen? Was soll wichtig sein?

Alles geht nicht. Niemals. Weder kannst du es allen Menschen recht machen, noch kannst du all deine Wünsche und Träume zur Erfüllung bringen. Man muss sich festlegen, Entscheidungen treffen, den Fokus klar bekommen.


Was möchte ich in meinen Gedanken haben?

Das ist meine Frage! Die ist noch gar nicht mal so sehr geistlich, hat aber am Ende auch viel mit einer unsichtbaren Ebene zu tun.5 Was möchte ich in meinen Gedanken haben? Darüber denke ich nach. Sehr lange und intensiv denke ich darüber nach. Die herausgehobenen Bereiche, die meine Tage prägen sollen, schreibe ich mir dann auf. Alles wird notiert, Stück für Stück.

Das Gesamtbild

Alles in allem entsteht mit diesen drei Schritten ein Bild. Ein Bild, welches meinen Blick auf das kommende Jahr schärft. Die Ergebnisse landen auf einer Din A4 Seite. Sie kann ich mir immer wieder ansehen, ein Stück weit auch auswendig lernen. Verhältnismäßig ist es recht wenig Aufwand, der ein gutes Stück dazu beiträgt, dass ich selbst in der Hand habe, was ich in diesem Jahr erlebe.

Ich wünsche Dir, dass Du nicht nur in das Jahr hinein stolperst. Ich wünsche Dir, dass du die Wichtigen Dinge des Lebens, Deines Lebens, im Blick hast und dadurch entspannt durch die großen und kleinen Momente des Jahres gehen kannst. Wenn du Ideen, Anregungen oder Gedanken zu meinen Zeilen hast, lasse sie mich gerne wissen. Über einen Kommentar freue ich mich sehr.

Jahr Ziele

Weitere Beiträge:


  1. Hin und wieder überlege ich, ob ich mittels Insta-Stories mal eine Predigtvorbereitung zeigen sollte, wenn du da Bock drauf hast, schreib mir gern mal ne Nachricht.
  2. AffiliateLink
  3. Manchmal verleihen Ziele auch Antrieb, um den Weg zum Sofa zu finden…
  4. Damit meine ich nicht nur Urlaub, auch im Job solltest du auf stressfreie Zeiten achten, damit du nicht im BurnOut endest…
  5. Die Frage ist doch, woher das kommt, was in unseren Gedanken vor sich geht. Manchen Frust kann man zuordnen. Viele gedankliche Reaktionen auch. Manches kommt aber von außen. Hast du das schon mal erlebt, dass du an einen Ort kamst und bestimmte Gefühle in dir auftauchten? Auf Friedhöfen werden zum Beispiel manche Menschen traurig, auch wenn gar keine Angehörigen von ihnen da liegen…

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