Jesus ist dein Freund?

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Kurz vor dem Weg zum Kreuz gab es eine besondere Begebenheit. Er rief seine Jünger zusammen. Und er bezeichnete sie als Freunde. Jesus nennt seine Leute Freunde.

Johannes 15 15a Jesus Freunde
Ich nenne euch Freunde und nicht mehr Diener. Johannes 15,15a

Jesus ist Gott!

Das ist total abgefahren. Die Jünger, das waren die Schüler von Jesus. Sie waren keine Überflieger. Auch gehörten sie nicht zur religiösen Elite. Eigentlich waren sie ganz normale junge Menschen mit Schwächen und Schwierigkeiten. Drei Jahre waren sie mit Jesus unterwegs gewesen. Sie haben gelernt, wie er aß und trank, wie er betete und mit Gott verbunden war. Eine Predigt nach der anderen haben sie sich reingezogen und tagtäglich gesehen, wie Jesus seine Predigten im Alltag lebte.

Eines hatten sie aber auch noch gelernt: Jesus ist nicht nur ein toller Lehrer, er ist mehr als das. Er ist übernatürlich. Nicht von dieser Welt. Jesus ist Gott.

Und trotzdem bezeichnet Jesus seine Jünger als seine Freunde. Zieh dir das rein. Das ist ein Gedanke, den man nur schwer begreifen kann.

Gott selbst sagt: Du bist mein Freund!

Die ganze Geschichte kannst du dir in Johannes 15 durchlesen. Jesus redet von Verbundenheit und von Liebe. Von Liebe, die diese ganze Welt verändern kann. Er meint keine romantischen Gefühle, spricht nicht von roten Rosen oder herzbewegenden Abenden. Es geht auch nicht (nur) Schmetterlinge im Bauch. Er spricht davon, dass er die Jünger so sehr liebt, dass er sein Leben für sie hingibt. Alleine das ist schon für die meisten Leute schwer nachzuvollziehen. Ein Gott, der sein Leben auf diesem Planeten aufgibt, damit seine Freunde in alle Ewigkeit mit ihm zusammen sein können.

Wärst du auch bereit, für deine Freunde etwas aufzugeben?

In einer echten Freundschaft nimmt man Rücksicht auf die anderen. Man zieht nicht nur das eigene Ding durch, man überlegt auch, was den anderen gut tut. Das ist normal, das ist natürlich. Aber das eigene Leben hingeben? In einer Freundschaft zwischen Menschen macht das doch eigentlich gar keinen Sinn. Dann wäre die Freundschaft ja vorbei…

Bei Jesus ist es etwas anders. Er gibt sein Leben, um neues Leben zu ermöglichen. Das ist ein Leben, welches schon in dieser Welt beginnt. Es geht aber über das Leben hier und jetzt hinaus. Ein Leben als Freund des Schöpfers von Himmel und Erde. Total abgefahren.

Jesus ist dein Freund

Was muss man nun tun, um dieses Leben zu bekommen?

Jesus liefert die Antwort direkt mit: “Ihr seid meine Frunde, wenn ihr meine Gebote haltet.” Muss man sich also beweisen? Gute Leistungen bringen? Nein, darum geht es nicht. Mit seinen Geboten meint Jesus an dieser Stelle keinen zehn Punkte Plan, um in den Himmel zu kommen.

Die Gebote, die Jesus an dieser Stelle meint, sind mit dem einen Wort zu beschreiben: Liebe!

Wenn wir mit Jesus befreundet sind, erfahren wir, wie seine Liebe zu den Menschen im Leben Raum gewinnt. Plötzlich verändert sich etwas. Deine Einstellung verändert sich. Deine Empfindungen verändern sich. Du gibst die Liebe von Jesus in dieser Welt weiter.

Wir sind Freunde von Jesus, wenn wir eines begreifen: Diese Welt, das Leben auf diesem Planeten, ist nicht alles. Es ist auch nicht das Wichtigste unserer Existenz. Leben ist mehr, als das Sichtbare. Wenn wir seinen Worten Glauben schenken, wenn wir ihm vertrauen, dass er Gott ist, dann verändert sich etwas.

Liebe verbindet

Diese Liebe verbindet uns Menschen mit Jesus. Natürlich sind und bleiben wir frei in unseren Entscheidungen. Wir können jederzeit entscheiden, ob wir uns lieben lassen wollen oder nicht. Wir können unsere Tage frei bestimmen und mit Aktivitäten füllen.

Wenn du aber eines Tages begriffen hast, wer Jesus Christus wirklich ist, dann hat das Auswirkungen auf deine Entscheidungen. Dann willst du plötzlich gar nicht mehr ohne ihn leben. Du triffst dann Entscheidungen mit ihm gemeinsam. (Ja, Jesus redet heute noch ganz klar mit seinen Leuten, seinen Freunden…) Du wirst viel Kraft darauf investieren, deinen Freund Jesus nicht aus den Augen zu verlieren, weil du weißt, dass seine Nähe etwas Gutes mit deinem Leben macht.

Ich weiß, manche Leserinnen lehnen sich gerade zurück und schmunzeln. Sie wissen, wovon ich spreche. Aus eigener Erfahrung kennen sie die Momente und Entscheidungen mit Jesus. Andere Leser verstehen gerade fast nur Bahnhof. Diese Sache mit Jesus ist eigentlich total einfach und gleichzeitig unendlich schwer. Das liegt daran, dass es um etwas geht, was nicht zu der sichtbaren Welt gehört. Wir können das alleine mit Gedanken und Überlegungen also nicht erfassen und begreifen. Es geht um eine weitere Ebene, die des Unsichtbaren…

Wie wird Jesus mein Freund?

Das Ganze beginnt mit einem kurzen Gebet. Für heute möchte ich dir den allerallerallerersten Schritt eines Gebetes beschreiben. Er lautet:

“Jesus, hier bin ich. Zeig mir, was dran ist.”

Ich weiß, manche fromme Christen erwarten hier nun noch viel mehr. Lebensübergabe, Umkehr, Hingabe etc. Darum geht es aber noch gar nicht. All das kann ein Mensch nur tun, wenn er eine winzige Ahnung von dem hat, mit wem wir es zu tun haben.

Wir reden nicht von irgendeinem religiösen Wesen. Die Rede ist von dem Allmächtigen, der Himmel und Erde geschaffen hat. Er sieht dich, er kennt dich – und er nennt dich seine Freundin. Zieh dir das rein, sei einen Moment mal still und entdecke, was das für deinen heutigen Tag noch bedeuten könnte…

Weitere Schritte findest du in den anderen Lebenskünstler-Einheiten auf meinem Blog www.sbirr.de. Wenn du dann etwas mit diesem Jesus erlebt hast, freue ich mich über einen kleinen Kommentar… 

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