WordPress schneller machen – fünf Hacks

Ungefähre Lesezeit: 5 Minuten

Eine Webseite muss schnell laden. Das wird sich auch nie ändern. Auch wenn die Datenmengen und die Datenübertragungsraten in den vergangenen Jahren extrem zugenommen haben, muss es nach wie vor schnell gehen. Statistiken besagen, dass Webseitenbesucher durchschnittlich nach drei Sekunden vor einer weißen Seite wieder verschwinden. Wenn deine Seite also nicht innerhalb von drei Sekunden geladen ist, wirst du Besucher verlieren. Auch für Suchmaschinen ist Geschwindigkeit ein wesentlicher Faktor. Eine schnellere Seite wird einer langsameren immer vorgezogen. Wenn du also unter den ersten Suchergebnissen erscheinen möchtest, solltest du dich mit diesem Thema beschäftigen. Es gibt glücklicherweise einige Tipps und Tricks, die man beachten kann. Damit wirst du WordPress schneller machen. Heute zähle ich dir fünf kleine Hacks auf.

Wordpress schneller machen

1. Analysiere deine Ladezeit.

Natürlich macht es kaum Sinn, dich mit einer Stoppuhr vor den PC zu setzen und die Ladezeit herausfinden zu wollen. Es geht letztendlich um Sekundenbruchteile, die du nicht so leicht messen kannst.  Glücklicherweise gibt es im Netz vernünftige Hilfen. Schau mal auf folgende Seiten:

Letztendlich werden die Ergebnisse auf allen Seiten ähnlich sein. Du kannst aber mit einigen Einstellungen experimentieren. Beispielsweise lassen sich simuliertes Endgerät oder Standort verändern. Es macht natürlich keinen Sinn, deine Geschwindigkeit für Nutzer aus Neuseeland zu optimieren, wenn du ausschließlich deutsche Beiträge veröffentlichst…

2. Optimiere deine Inhalte, besonders Bilder

Eigentlich ist es eine Selbstverständlichkeit. Trotzdem sehe ich immer und immer wieder Webseiten, auf denen Bilder und andere Grafiken nicht optimiert sind. Manchmal ist das echt nett. Für mich als Foto-Enthusiasten zum Beispiel. Ich kann mir dann nämlich Bilder in voller Auflösung ansehen. Dafür warte ich aber auch gerne mal ein paar Sekunden. Diese Zeit haben viele Besucher nicht. Sämtliche Grafiken also, die keinen Mehrwert durch hohe Auflösung bringen (das sind nahezu alle), müssen komprimiert und verkleinert werden.

Schau dir mal an, wie groß die Dateien sind, die in deinem Instagram gespeichert werden. Ein Bild hat ein paar hundert Kilobyte. Wenn ich dann ein Foto aus meiner Kamera ohne Veränderungen ansehe, hat es bis zu 12 Megabyte. Das ist ein riesiger Unterschied. Bei durchschnittlich drei Bildern pro Beitrag sprechen wir in diesem Beispiel von 35 Megabyte Größenunterschied. Der Umgang mit Grafiken sollte also das erste sein, was du beherrschen musst, um WordPress schneller zu machen. Du hast noch überhaupt keine Ahnung von Bildbearbeitung? Fang eventuell mal mit TinyPic an.

3. Suche dir einen vernünftigen Hoster

Der Computer, auf dem deine Seite liegt, muss schnell sein. Solche Geschwindigkeit hat in der Regel ihren Preis. Auch wenn ich immer wieder empfehle, dass man für sehr wenig Geld wirklich guten Speicherplatz bekommt, rate ich gleichzeitig nicht geizig zu sein.

Wenn deine Homepage wächst, das ein oder andere Plugin am laufen ist und regelmäßig Besucher kommen, solltest du deinen Webspace anpassen.

Auf Seiten des Hosters hast du grundsätzlich viele Möglichkeiten, deine Seite zu optimieren. Je nachdem, wie hilfsbereit und technisch affin dein Support ist, wirst du nur durch einige Servereinstellungen schon deutliche Geschwindigkeitssprünge erfahren. Das allerdings ist schon etwas fortgeschrittene Programmiersprache. Nun richte ich mich hier mehr an Anfänger und möchte dich nicht verunsichern. Außerdem haben andere schon wesentlich bessere Anleitungen geschrieben, als ich es könnte. Wenn du Interesse hast, google mal nach folgenden Punkten. Mit diesen wirst du WordPress schneller machen – aber ordentlich:

  • Umstellung auf PHP7
  • gzip – Komprimierung
  • HTTP/2 Umstellung
  • Memory Limit hochsetzen
  • Browser Caching in der htaccess aktivieren

4. Nutze schlanke Themes und Plugins

Heutzutage gibt es unzählige Themes und Plugins auf dem Markt. Manche sind klein und schlank, andere kommen mit unzähligen Zusatzfunktionen, Einstellungsmöglichkeiten und dergleichen.

Du kannst dir zwei Faustregeln merken: Je mehr Funktionen du hast, desto aufgeblasener ist deine Erweiterung. Je einfacher eine Erweiterung bei großem Funktionsumfang zu bedienen ist, umso mehr Code wird im Hintergrund geladen. Also: Sowohl mehr Funktionen, als auch einfachere Bedienung wirken sich auf die Geschwindigkeit aus. VIeles ist nun mehr so “nice to have” und nicht wirklich nötig. WIllst du WordPress schneller machen? Dann beschränke dich auf das, was du wirklich brauchst – und nimm dir mal ne Stunde Zeit für die ersten Einstellungen.

Natürlich sind die Themes mit Pagebuilder Optionen total super. Selbstverständlich ist es eine große Hilfe, wenn man eine Seite im Baukasten bauen kann und keine Silbe Programmiercode braucht. Um so etwas zu verwirklichen braucht man aber flexible Scripte mit vielen Möglichkeiten – also viel Code, viel Ladezeiten. Gleiches gilt für Plugins, die unzählige Funktionen auf einmal bieten. Solche Rundumsorglospakete sind immer wieder nett, sie verlangsamen deine Seite aber spürbar.

Aktiviere also nur Plugins, die du wirklich brauchst und arbeite mit Themes, die das bieten, was du dir wünschst – nicht mehr. Deine Besucher werden es dir danken.

Wusstest du eigentlich schon, dass der neue Gutenberg Editor viele erweiterte Funktionen bietet? Wenn du mit ihm arbeitest, wirst du einige Plugins deaktivieren können…

5. Entdecke Plugins, die WordPress schneller machen.

Im Gegenüber zum vorherigen Punkt mag das fast widersprüchlich klingen. Ist es aber nicht. Es gibt unzählige Plugins, die WordPress schneller machen. Grundsätzlich kann man sie in zwei Kategorien einteilen. Zum einen Cacheplugins und zum anderen Optimierungsplugins.

Mit einem Cacheplugin geschieht folgendes: Seiten, die vom Server nach einer Abfrage zusammengebaut werden, werden zwischengespeichert. Sofern sich nichts verändert, kann dann bei einem neuen Seitenaufruf diese zwischengespeicherte Version abgerufen werden. Das spart Zeit, viel Zeit. Am einfachsten empfinde ich das Plugin WP Super Cache. Installieren, aktivieren, Cachefunktion starten und fertig.

Ein Optimierungsplugin macht etwas anderes. Es schaut im Code von WordPress, ob man etwas verbessern kann, beispielsweise etwas zusammenfassen kann. Ebenfalls mit nur einem Klick aktiviert ist das Plugin Autoptimize eine große Hilfe. Es optimiert den Code und fördert somit einen überaus schnellen Seitenaufbau. Es gäbe noch andere Optimierungsplugins, beispielsweise für Bilder. Hier sage ich persönlich aber wieder “weniger ist mehr” und optimiere sie vor dem Upload selbst.

Alleine die zwei erwähnten Plugins beschleunigten meinen Blog um das vierfache. Es lohnt sich, die beiden auszuprobieren. Du wirst echte Geschwindigkeitsveränderungen feststellen.

Wordpress schneller machen


Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.