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Warum bloggen? Lohnt sich das überhaupt noch?

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25. Februar 2019
Ungefähre Lesezeit: 7 Minuten

Das Internet verändert sich rasant. Social Media ist unaufhaltsam auf dem Vormarsch. Auch wenn ich auf vielen Plattformen präsent bin, halte ich an meinem Blog fest. Ist eine eigene Homepage da noch der richtige Weg? Sollte man nicht mehr Arbeit in soziale Medien stecken? Warum bloggen sich unbedingt lohnt, erfährst du heute in diesem Beitrag.

Kurze Anmerkung: Dieser Beitrag enthält Werbung. Es geht um die Frage, warum bloggen sinnvoll ist. Mein Blog ist zwar nicht auf Gewinn ausgerichtet, ich schreibe aber über und empfehle dir einige interessante Werkzeuge und Firmen. Das muss man heutzutage als Werbung deklarieren. Meinen Blog betreibe ich als reines Hobby – und auch das lohnt sich absolut!

Das Internet verändert sich rasant!

Seit 18 Jahren betreibe ich nun meine eigene Homepage. Als Teenager bekam ich im Jahr 2000 meinen ersten Internetanschluss im eigenen Zimmer. Natürlich gab es damals weder Smartphone noch bezahlbare Notebooks. Es war ein riesiger PC, der über eine Netzwerkkarte mit dem World Wide Web verbunden wurde.

Im Sommer des Jahres startete ich dann meine eigene Homepage. Das bedeutete, HTML, Javascript, PHP und MySQL lernen, einen eigenen Webserver aufsetzen und programmieren ohne Ende. Meine erste eigene Domain, soulstormer.de1, holte ich mir im Jahr 2001. Hier richtete ich ein selbst programmiertes CMS2 und ein Forum ein, veröffentlichte Beiträge zu Glaubensthemen und lerne viele Menschen aus der weiten Welt kennen.

Mit Beginn meines Studiums wollte ich regelmäßiger Inhalte veröffentlichen. Dazu fand ich ein damals ganz neues System namens WordPress. Auf meiner zweiten Domain, sbirr.de, startete dann mein eigener Blog.

Es war so einfach. Kein großes SEO, keine Social Media, kein Aufschrei nach Responsive Design. Alle Interessierten konnte ich bis in kleine Details hinein über mein Leben informieren. Es war eine Art Onlinetagebuch3

Social Media wurde eine Alternative zum Bloggen.

Im Jahr 2008 kam dann ein kaum bekannter Anbieter namens Facebook langsam auf den deutschen Markt. Schon einige Zeit zuvor war das Prinzip dieser sozialen Netzwerke durch Plattformen namens Wer-kennt-wen oder StudiVZ bekannt geworden. Heutzutage ist die Social Media Landschaft riesig und kaum zu überblicken. Neben Facebook und Instagram habe ich Konten bei Twitter, Linkedin, Youtube, Google+, Pinterest und einigen anderen mehr.

Auf diesen Kanälen konnte ich dann kleine Nachrichten in die weite Welt senden. Aus meinem Blog als Onlinetagebuch wurden Einträge bei Facebook und Twitter, Videos bei Youtube und Bilder bei Instagram.

Zehn Jahre sind es ganz grob, die die Landschaft im deutschen Internet massiv verändert haben. Ohne jegliche Gedanken an Datenschutz zu verschwenden nutzen wir diese Plattformen, um uns gegenseitig auf neuestem Stand zu halten.

Die Sache hatte und hat aber einen Nachteil: Viele Inhalte sehen nur registrierte Benutzer. Meine alten Verwandten zum Beispiel konnten problemlos auf meinen Blog zugreifen. Für ein soziales Netzwerk hätten sie sich registrieren müssen – und das war damals gar nicht so selbsterklärend. Also blieb ich mit regelmäßigen Veröffentlichungen für “alle” nach wie vor auf meinem Blog.

Ein Blog ist im Gegensatz zu sozialen Netzwerken frei zugänglich!

Du siehst also den ersten großen Vorteil, warum bloggen sich nach wie vor lohnt: Ein Blog ist barrierefrei erreichbar. Pinterest, Facebook und andere Plattformen zeigen die meisten meiner Inhalte nur registrierten Benutzern an. Aus Datenschutzgründen ist das sicher gut. Um etwas freimütig in die weite Welt zu rufen, reicht das aber nicht aus.

Nun könnte man sicher bei Anbietern wie Tumblr oder so weiterschauen. Dort lässt sich mühelos ein sogenannter Mikroblog einrichten. Eigentlich ist das nichts anderes, als bloggen. Der kleine aber feine Unterschied liegt in der Rechtevergabe. Lade ich dort ein Bild hoch, gebe ich meine Urheberrechte frei. Alle anderen Nutzer dürfen meine Bilder verwenden und weiterbloggen.

Genaugenommen ist dies ein Problem mit vielen unserer heutigen sozialen Medien. Die AGBs sind in der Regel so offen formuliert, dass meine eigenen Rechte, insbesondere Daten und urheberrechtlich relevante Werke, nicht ausreichend geschützt sind. Nicht zuletzt aus diesem Grund wurde durch die DSGVO einiges in der EU reglementiert.

Die Inhalte auf einem Blog bleiben in deiner Hand!

Der zweite große Vorteil eines eigenen WordPress-Blogs ist: Die Inhalte bleiben in deiner Hand. Wenn du ein Bild hochlädst, behältst du selbstverständlich die vollen Rechte daran.4

Bloggen lohnt sich also, weil die volle Kontrolle bei dir bleibt! Gerade wenn es um Marketing oder Portfolios geht, können Social Media nur Beiwerke sein. Man will doch keine Plattform pushen, man möchte sich selbst, die eigene Persönlichkeit oder gar Marke, präsentieren. Genau dafür eignet sich ein Blog heutzutage ebenso wie vor zehn Jahren.

Die Verbindung zu anderen Plattformen ist kein Problem.

Möchtest du dann einzelne Inhalte von deinem Blog in sozialen Netzwerken bekannt machen, ist das kein Problem. Es ist sogar in meiner Sicht wesentlich einfacher, da die Inhalte für verschiedene Plattformen aufbereitet werden. Möchte ich einen Facebookbeitrag bei Twitter oder Linkedin bewerben, muss ich mich mit dem abfinden, was Facebook zur Verfügung stellt. Habe ich aber einen Blogbeitrag, kann ich ihn frei für Facebook, Twitter und Linkedin, ja sogar für Pinterest und Google+ freigeben – in der Regel ohne viele Einstellungen vornehmen zu müssen.

Immer wieder staune ich über neue Kontakte.

Regelmäßig lerne ich über meinen Blog neue oder alte Menschen kennen. Während Social Media Inhalte mit der Zeit veralten und nicht mehr in eine Fresh-Content Strategie passen, finden Besucher meiner Seite auch ältere Beiträge. Sie suchen ja nicht nur nach Themen, sie interessieren sich für mich, für meine Arbeit, für meine Gedanken.

Oft, wirklich oft, bekomme ich Nachrichten, dass eine Predigt oder eine Andacht für jemanden eine große Hilfe war. Auf meinem Blog sind auch ältere Beiträge hoch aktuell.

Auch über Suchmaschinen finden Leute Inhalte, also Content, den ich hier veröffentlicht habe. Manchmal sind es Jahre alte Gedanken, die für Besucher sehr wichtig werden. So etwas ist mit Social Media nicht möglich. Wenn du dich also fragst, warum bloggen heute noch aktuell ist, dann auf jeden Fall aus Gründen der Nachhaltigkeit.

Die aktuelle Social-Media Landschaft wird nicht so bleiben!

Nebenbei möchte ich erwähnen: Wir sind am Anfang einer ganz neuen Entwicklung. In unserer Gesellschaft findet ein Paradigmenwechsel statt. Das Ausmaß dieser kann man mit der Industriellen Revolution aus dem 19. Jahrhundert vergleichen. Hier geht es nicht nur um neue Technologie. Wir müssen uns auf massive Umstellungen unserer Gesellschaften einrichten. Mit dem Schlagwort Industrie 4.0 wird vorsichtig beschrieben, wie Möglichkeiten der Zukunft aussehen.

Es ist naheliegend, dass die Plattformen der ersten zehn Jahre von Social Media nicht die Letzten bleiben werden. Aus der Vergangenheit wissen wir, dass Services auch eingestellt werden können. An die Nachrichten von Wer-kennt-wen und StudiVZ erinnere ich mich noch genau. Es gab nur eine bestimmte Frist, um die eigenen Inhalte vor den Datengräbern zu bewahren. Mit einem Blog bist du auf der sicheren Seite. Inhalte, die auf deinem Server liegen, gehören dir. Du kannst sie schnell für neue Plattformen aufbereiten und sie gehen (bei angemessener Datensicherung) nicht einfach so verloren.

Warum bloggen die absolute Flexibilität bietet:

Ist dir schon einmal aufgefallen, wie viele Seiten im Internet auf WordPress basieren? Man sagt, jede vierte Seite im Netz basiert auf WordPress. Es gibt unendlich viele Blogs, die überhaupt nicht als solche bekannt sind. Aber genau das ist doch ein riesiger Vorteil!

Von den 280 Mitgliedern meiner Gemeinde wissen (bis jetzt) etwa drei oder vier, dass wir einen Blog betreiben. Für die meisten ist es einfach nur eine Homepage. Man muss die Vokabel bloggen auch nicht unbedingt in den Mund nehmen. Kaum jemand kennt das Wort. Bisher konnte mir auch niemand erklären, warum bloggen immer gleich mit ähnlichen Vorlagen assoziiert wird.

Eigentlich ist es doch so: Es gibt unzählige Blogs im Netz. Einige werden als Gewerbe betrieben und haben über die Jahre einen bestimmten, funktionierenden Aufbau entwickelt. Daran orientieren sich dann neue Blogger, Trittbrettfahrer, die auch Geld verdienen möchten. Das heißt nicht, dass das so genau richtig sein muss.

Für jede Gemeinde lohnt sich ein Blog. Dieser muss aber nicht als solcher zu erkennen sein. Wenn man ihn für eine stinknormale Homepage hält… – So what?

Ein Blog, insbesondere WordPress, ist unglaublich flexibel. Deswegen lohnt es sich gerade heute noch. Es gibt quasi keine Einschränkungen für Inhalte. Man kann Bilder mit Texten und Videos mischen. Man kann Skripte und Formulare verbinden. Schier grenzenlose Möglichkeiten bieten alles, was in der Vorbereitung auf eine digitale Zukunft benötigt wird.

Warum bloggen? Weil es das Beste ist!

Meiner Meinung nach stehen wir erst am Anfang einer unglaublich großen Entwicklung. Das ganze Internet wird sich revolutionieren. Social Media ist unglaublich wichtig und niemand sollte sich dort zurückhalten. Die heutigen Plattformen sind aber nur ein Vorgeschmack auf das, was noch kommt. Um für das gerüstet zu sein, bietet sich ein Blog an. Dort bleibt Content auch in veränderten Zeiten erhalten und kann an neue Plattformen angepasst werden.

Für mich ist aber der größte Grund die unterschiedlichen Blogs zu betreiben, einer: Es macht Spaß! Ja, es macht mir Spaß, Texte zu schreiben, Grafiken zu erstellen, Videos zu drehen. Es macht mir Spaß, (zwischendurch) ganz und gar digital unterwegs zu sein. Jedes mal bereitet es mir Freude, meine Gedanken und Gefühle ein Stück auszudrücken. Das tu ich aber nicht nur für mich. Mir ist es wichtig, Menschen Gutes zu tun. Da ich als Digital Native in dieser Welt ein Stück weit zuhause bin, kann ich anderen aus meiner Erfahrung berichten und sie über meinen Blog an meinen Gedanken teilhaben lassen.

Warum bloggen? Lohnt sich das überhaupt noch? Sieben Gründe:

Am Ende sind es sieben Gründe, die mir in den Sinn kommen, warum bloggen sich auf jeden Fall lohnt. Diese Sieben Gründe habe ich im Text nacheinander beschrieben. Vielleicht helfen sie auch dir, die Entscheidung für einen eigenen Blog zu treffen…


7 Gründe:



1. Barrierefreie Inhalte.
2. Volle Kontrolle über eigene Inhalte.
3. Für die Zukunft gerüstet…
4. Alte Beiträge bleiben auffindbar.
5. Content ist auf eigenem Server sicher.
6. Absolute Flexibilität.
7. Es macht Spaß!

 
   


  1. Die verweist mittlerweile nur noch auf diesen Blog…
  2. Content Management System
  3. Bevor du nun auf die Suche gehst: Die hunderten alten Beiträge sind nicht mehr online. Vieles, was zeitbezogen war, muss heute nicht mehr im Netz zu finden sein…
  4. Hier ist ein selbstgehosteter WordPress.org Blog gemeint, kein Konto bei WordPress.com! Den kleinen Unterschied habe ich schon mal erklärt…
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3 Comments
  1. Antworten

    Anna Logisch

    25. März 2020

    Open Petition: Wider den Zynismus der digitalen Alternativlosigkeit – Es soll ein Recht auf ein analoges Leben geben!

    Sehr geehrte Damen und Herren,

    mit dem folgenden Anliegen möchte ich mich als Privatperson an Sie wenden, und dabei zunächst für mich selbst sprechen, obwohl dies gewiß auch das Anliegen immer noch sehr vieler Menschen im Lande ist:
    Ich wünsche die Sicherung eines Rechtes auf ein analoges Leben, und die Unterbindung der fortschreitenden Diskriminierung von Offlinern und Analogikern
    1) im öffentlichen Raum; durch gezielte und politisch geförderte Medienkampagnen zur Bestimmung der Digitalisierung sämtlicher Lebensbereiche als einzig alternativlos mögliche Definition von Fortschritt// durch eine schleichende Aushungerung des Briefpostwesens// Verächtlichmachung und Kriminalisierung von Bargeldverkehr, z.T. Abschaffung von Barzahlungsmöglichkeit (Hinweis: der weitaus größte Schadensumfang bei Wirtschaftsverbrechen ist auf bargeldlose Geschäfte zurückzuführen, u.a. Bitcoin-Zahlung im sog. ‚Darknet’. Die größten Betrüger im Finanzsektor sind gewiß nicht die Bank-Privatkunden, noch nicht einmal dann, wenn sie alle zusammengenommen betrachtet würden, gegenüber den global-playern auf dem Börsenparkett, wo gleichfalls nicht in Kupfercentstücken verrechnet wird. Man richte hier die Aufmerksamkeit auf den virtuellen Handel von Zertifikaten und Spekulation mit Optionen auf Verluste und Pleiten, und Wetten um das Lebensglück des größten Teils der Menschheit)
    2) der öffentlichen Verwaltung; durch Umstellung auf Online-Formulardienst, Einschränkung von persönlichen Sprech- und Schalterzeiten, Abschaffung von analogen Kontaktmöglichkeiten, Hängen in Warteschleifen weil die Callcenter-Stellen gestrichen werden// Verlust von Intimität persönlicher Daten durch zunehmende digitale Verlagerung und Vernetzung jeder Lebensäußerung; Speicherung und Weitergabe an Dritte jedes Arztganges und Medizin-/Therapie-Rezeptes, mit dem verlogenen Argument ‚im Dienste der Wissenschaft’; Kontokarten und Personalausweis mit Funk-Chipfunktion erlauben unbemerkt berührungsfreies Auslesen von Daten, die im vollem Umfang dem Eigner selbst nicht offen liegen => Erstellung lückenloser Bewegungsprofile und Verhaltensmusterabgleiche möglich; neben illegitimen Amtshandlungen (Vorratsdatenspeicherung) zudem Vollverwertung im privaten Datenhandel für den Bürger, Klienten, Kunden, Patienten unnachprüfbar
    3) im Bildungswesen und Arbeitswelt; durch Verlagerung von Wissensquellen auf digitale Plattformen, die ohne Anmelde-Registrierung o. Smartphone-Applikation nicht mehr barrierefrei zugänglich sind; durch Zwang zum fortgesetzten Upgrading der persönlichen Computeranwendungen wegen zunehmender Inkompatibilität (ohne die freiwillig unter Zwang gewährte Annahme von Cookies, zum User-Tracking, und Penetration durch virale Java-Applets, läßt sich kaum mehr irgendeine Web-Site ohne Störungen aufrufen). Verlagerung der Kommunikationswege auf Instagram, Twitter, WhatsApp, Facebook, etc.; Zwang zur dauernden Erreichbarkeit über E-Post und Mobilphon; Bevorzugung von Onlinebewerbungen; Googelisierung und Wikipediatisierung des Informationswesens; Durchsetzung der Sprache mit Begriffen der Kybernetik und AI.
    Substitut des personalen Gegenübers durch androide Interface-Strukturen, wie ‚Alexa‘ und ‚Siri‘ = effektiv mögliche Raumabhörung, situative und soziale Umgebungsspionage
    4) Familie, Erziehung, und Persönlichkeitsbildung; Untergrabung des elterlichen Sorgerechts u. Pflicht durch nahezu schrankenlose Verfügbarkeit von freien WLAN-Netzen, die sämtliche digitalen Sicherungsmaßnahmen am Heimcomputer ad absurdum führen. Es ist kaum möglich selbst Kindern den Zugriff auf Smart-Gerätschaften zu unterbinden; jedwede Lebensäußerungen der Jugendlichen werden auf den virtuellen Raum projiziert (die perfide Strategie dabei: Kinder und Jugendliche sind ein immenses geschäftliches Potential für die Digital-Industrie)// kaum einzudämmender Zugang zu monströsen Gewaltdarstellungen und menschenverachtender Pornographie schon in Kinder- und Jugendzimmern über das omnipotente Dauer-Internet// Manipulation der Wahrnehmung und Gedächtnisleistung von jungen Menschen über Bildschirm-Unterhaltung// Mind-Control-Taktiken aufgrund suggestiver Bild- und Klangsequenzen in viralen Online-Werbebotschaften, politischen Kampagnen und tendenziöser Berichterstattung (gezielte Setzung von pos./neg. Gefühlen, Verkehrung von Werteschemata, Kanalisierung moralischer Affekte auf opportune Themen; Löschung u. Neusetzung von Erinnerungen durch Vermischung von künstlichen dramaturgischen Lektionen in Wiederholungsschleifen mit eigenen Erfahrungen, die ihrerseits durch das digitale Weltnetz kommentiert, verwertet und schließlich entwertet werden)
    Bem.: der berühmte ‚Familienausflug’ auf analogen Wanderwegen als „Alternativ-Unternehmung“ bei Teenagern so beliebt wie Tofu und Karotte für die Schulpause – solche Erziehungsratgeber sind eine zynische Verarsche über die realen Verhältnisse in den Durchschnitts-Familien (perfide Strategie: gewollte Heranzucht von digitalen Prekariat, über digitale Vorbilder leicht zu lenken, medial leicht zu manipulieren, für politisch opportune Initiativen bequem zu instrumentalisieren, unkritisch gegenüber dem Verlust von realen Freiheitswerten – die in der nächsten Generation schließlich schon noch nicht mal mehr vermißt werden).
    Während dem Meister seines Handwerks nicht das Zertifikat seiner Qualifikation gegönnt wird, würde er im digital automatisierten Industriebetrieb allenfalls öde Maschinenüberwachungsfunktionen zufallen. Die Entfremdung des Menschen von seinem Werk erfolgt in exponentieller Geschwindigkeit, die jede gesellschaftspolitische Reaktion überfordern und zuletzt unmöglich machen wird. Abqualifiziert und sinnentleert kann „Arbeit 4.0“ unmöglich ein würdiger Teil des menschlichen Daseins werden (darüber können auch nicht Weiterbildungsmaßnahmen in Programmiersprachen hinweg trösten). Die Forderung des Lebenslangen Lernens wird aus dem Munde der Digital-Lobby zum blanken Zynismus der entmenschsten Produktivität. Sofern nicht Produktion durch Menschen für Menschen Wertschätzung erährt, bedeutet digitalisierte Produktivität allein eine zirkelhafte Selbstbezüglichkeit der Mittel, die sich die Zweckhaftigkeit angeeignet haben. Im Strudel der technoiden Beschleunigungsspirale verschwindet jeder kulturelle Form- und Gestaltwille in einem veritablen Nichts. Wir fallen letztlich der Ideologie eines digitalen Nihilismus anheim.
    Die Auslöschung des Reellen durch das Virtuelle hinterläßt eine Leere des rein Potentiellen eines unendlichen Möglichkeitsraumes, der das Existenzielle durch die unendliche Null vollkommen ersetzt.
    Wir fordern, daß die Gelder, die in die Forschung zum Einsatz von Robotern in der Pflege von Menschen gesteckt werden, den lebendigen Pflegekräften ausgezahlt werden, die als Menschen, Menschen menschlich betreuen (würde mit Kranken und Alten wieder mehr kommuniziert werden, bräuchte man den internationalen Digital-Katalog der Demenzerkrankungen nicht jährlich um mehrere Erscheinungsformen zu erweitern).
    Der Digitalismus ist die epochale Seuche, die einst zu einer gesellschaftlich-kulturellen Kollektiv-Demenz sonder Grades führen wird!
    5) Konsequenzen der Einbindung des Menschen in das ‚Internet der Dinge’:
    Auslieferung der deutschen Wirtschaftsinteressen an die Konzernstrategien der G5-Technologie (zum Hauptanteil das chinesische Digitalimperium Huawei), und Verrat der informationellen Selbstbestimmung an die künftige effektive Verknüpfung von Personalcomputern, Mobilfunk, und Überwachungskameras im öffentlichen Raum, Datenerfassung und –verwertung aus Verifikationssystemen in Industrie und Handel; schrankenlose Möglichkeiten der Kombination des bargeldlosen Zahlungsverkehrs mit Meldebehörden und Datenregister der Sicherheitsbehörden; unnachvollziehbare Querverweise bei Identitätsregistrierungen in sozialen Medien; Kontrolle der Mobilität durch autonome Fahrzeuge und E-Mobile, sowie aus Verkehrswege-Mautsystemen.
    Insgesamt bereitet sich hier die nahezu allumfassende Infrastruktur einer sog. Industrie 4.0 vor, die nichts weniger als die Etablierung einer digitalen Diktatur beddeutet. Dafür wird mit aggressiver Propaganda auf allen Kanälen unausgesetzt der forcierte Ausbau des 5G-Mobilfunkstandards in unser Bewußtsein gehämmert. Wäre die hochenergetische Strahlenbelastung für uns akustisch als Getöse wahrnehmbar (das es in höheren Frequenzraum auch ist!), wäre es politisch undurchsetzbar.
    Bedingt durch die Erhöhung des Drucks und der Beschleunigung, wird inerhalb einer vollvernetzten Gesellschaftsodnung ein ökonomisches und soziales ‚Wohlverhaltens’ erzwungen werden, dessen exekutives Vehikel auf Basis einer ‚künstlichen Intelligenz’ (KI) funktionieren wird, die uns im Wortsinne ‚auf das Fell rückt’ und ‚unter die Haut’. Als unverhohlenes Vorbild hat BK. Angela Merkel bereits China gerühmt, das auf diesem Gebiet Avantgarde ist. Dort werden in vielen Kommunen die Bürger bereits mit einem digitalen Punkte-Konto der ‚Vertrauenswürdigkeit’ beaufschlagt, das seine Bewertungen aus deren öffentlichen und privaten(!) Verhalten über den Abgleich der reichlich erfaßbaren Datenspuren ermittelt. Die Algorithmen hierfür, unterliegen ohne Zwang zur Legitimation einzig der Willkür der Konzerne, sie entziehen sich dabei letztlich neben dem Adressaten und Opfern, auch der Nachprüfbarkeit durch den politischen Auftraggeber. Deren Ziel ist trotz der offenkundigen Gefahren für ihren eigenen Fortbestand die Installierung eines digitalen Überwachungsstaates (unter der chin. Bezeichnung „Himmelsnetz“), indem jede Lebensäußerung bis hin zur Gesichtserkennung erfaßt und ausgewertet werden kann.

    Um meiner Bitte an Sie das kaum zu ignorierende Gewicht von hunderttausenden von Unterschriften nachzureichen (noch dazu vielleicht online), fehlt mir letztlich die Kraft. Einen Packen Zettel mit krakeligen Unterschriften, gestehen Sie es ein, würden Sie ohnedies kaum näher würdigen. Bisher erhalte ich jedoch die Bestätigung nahezu jeder Person meines Bekanntenkreises, und würde dies mit Sicherheit auch von jedem Menschen meiner Vorgängergeneration. Wer online gehen möchte, sollte dies uneingeschränkt dürfen, aber für welche okkulten Interessen welcher fremdbestimmenden Macht soll Alles und Jedes, von der Wiege bis zur Bahre digitalisiert werden? Was gestern freie Wahl schien, ist heute schon unausgesprochener Zwang, und ab morgen ist dann jeder analog-kultureller Widerspruch existenzgefährdend. Bitte helfen Sie, dem vorzubeugen, indem Sie das Recht auf ein analoges Leben ebenso festschreiben lassen, wie das auf religiöse Freizügigkeit und sexuell diverse Orientierung.
    Gestützt auf die moralische Autorität einer wahrhaftigen Menschlichkeit, die sich gegen die Einflußnahme durch die sog. ‚Künstliche Intelligenz’ verwahren möchte, würde ich Sie dringend bitten, mein Anliegen (und nicht nur meines) vor die zuständigen Ausschüsse zu tragen. Veranlassen oder bewirken Sie, soweit in Ihrer Befugnis stehend, einen Gesetzesentwurf zur Aufhebung der Diskriminierung analoger Menschen. Analog zur divers-sexuellen Orientierung, ist zu behaupten: Analogie ist keine Krankheit!
    Wir wollen nicht, daß jeder Huster von uns gespeichert und von Unternehmen in aller Welt vernetzt, und in den digitalen Adressenhandel eingespeist wird. Wir wollen keine Überwachung unserer Pulsfrequenz und Schlafzeiten, unseres ökologisch verantwortlich gesunden Lebenswandels. Wir wollen nicht daß die Daten vom Familienkummer beim Jugendamt mit den Krankheits-Fehlzeiten vom Arbeitsplatz multipliziert werden, damit anschließend das Finanzamt drüber die Quadratwurzel ziehen kann; und der Vermieter das Durchschnittalter meiner Lebensabschnittspartner vom Stromzähler ablesen kann, um das Ergebnis in die Lieferstatistik von Amazon einfließen zu lassen, weil er dafür ein paar Bitcoin-Provisionen verbucht kriegt.
    Wir wollen vor unsere Namen kein www. setzen müssen, um in der Welt bestehen zu können.
    Wir verweigern das Malzeichen des Tieres, ohne das man irgendwann weder was kaufen noch verkaufen können wird. Wir wollen am Ort noch reale Geschäfte vorfinden und betreiben können, wenn sie auch nicht den ‚Vorteil’ der Onlinebestellung bieten. Wir wollen nicht länger unser Leben dienstlich und privat vor Bildschirmen verdämmern müssen, um dasselbe überhaupt noch alltagskompetent bestreiten zu können. Wir wollen bei Beratung, Kauf und Umtausch von Waren, beim Bezahlen und Beschweren, bei Lob und Tadel, Bitte und Danke – auch weiterhin noch mit echten Menschen Umgang pflegen dürfen.
    Wir haben als analoge Lebensform ein Naturrecht auf ein selbstbestimmtes Leben in Echt, und unser Gegenüber soll es auch sein! Gegenwärtig wird aus Anlaß des Ausrufes einer Pandemie jeder direkte zwischenmenschliche Kontakt mit Verdacht und hygienischen Widerwillen belegt. Ist dies nur eine vorbereitende Übung für die Übertragung jedweder Lebensäußerung in den virtuell digitalen Raum (e-commerce, e-government, e-society)?
    Die Weichen zum Skynet-Szenario wie beim Terminator werden jetzt schon gestellt! Denn eines ist mal klar: In der Schönheit der volldigitalierten Welt wird es der Mensch selbst sein, der als das schädliche Virus im System elimimiert werden wird.

    Liebe Grüße, Euere Anna

  2. Antworten

    Franz Sternbald

    25. März 2020

    Buchempfehlung: „Das pyramidale Prinzip 2.0“

    Wir sind die Basis einer Pyramide!
    Wir sorgen als Produzenten, Konsumenten, als Kunden und Patienten, als Klienten und als potentielle Delinquenten, für den sich beschleunigenden Strom der Waren, Finanzen und Daten, im Stoffwechsel eines ‘pyramidalen’ Organismus. Nachdem wir das Ertragsnutzenkalkül eines besinnungslosen Fortschritts im Wachstum verinnerlicht haben, empfinden wir den Raub der Selbstbestimmung und Identität nicht mehr als Verlust. Auf die atomare Einheit der Existenz reduziert, reihen wir uns ein, in die weltweiten Ströme der dynamischen Massen. Dabei steht die Isolation im Nahfeld der Beziehungen, in einem unüberbrückbaren Gegensatz zur Identifikation mit einem globalen Bewußtsein. Über die Instrumentalisierung religiöser Bedürfnisse, werden die Menschen zur Opferung der eigenen Identität gerufen, und zum Dienst für einen allumfassenden Welt-Ethos vorbereitet
    Wer sich nicht weiter von den Kulissenprojektionen der Matrix täuschen lassen möchte, dem hebt sich mit dem Buch: „Das pyramidale Prinzip 2.0“ von Franz Sternbald, der Schleier, und gewährt dem Leser einen unverstellten Blick auf das Wesen des Willens zur Macht! Gleichzeitig ist es ein leidenschaftliches Plädoyer für einen aufgeklärten Glauben, der sich, nach Kierkegaard, auch dem fundamentalen Zweifel stellen muß, sowie die Rettung der Würde des Individuums, gegen die kollektive Vereinnahmung, und seiner Zurichtung für die Zwecke eines globalen Marktes. Hier wird der Versuch unternommen, das Bewußtsein von einem Erlösungsbedürfnis aus der ‚Selbstentzweiung’ des Willens in der Natur zu erklären, und die Selbstentfremdung des Menschen aus seiner ‚Seinsvergessenheit’. Dem Frommen verschafft die Beschäftigung mit der Analyse des Willens zur Macht von Schopenhauer, über Nietzsche bis Heidegger, ein freieres Auge. Deren Aktualität steht nicht im Widerspruch zu einer apokalyptischen Deutung der Weltgeschichte, sondern liefert vielmehr deren Bestätigung – darin liegt zwar eine machtvolle Absicht, jedoch keine Unvermeidlichkeit.

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Pastor Simon Birr
Hessen, Germany

Hi, mein Name ist Simon und dies hier ist meine kleine Welt. Als Pastor suche ich nach uralten Weisheiten für die heutige Zeit. Als Digital Native lerne ich immer wieder gerne neue Techniken und Methoden kennen.